Du siehst so friedlich aus. Exakt so, wie ich es mir immer gewünscht habe. Endlich hörst du mir zu, wenn ich dir etwas über mich erzähle. Jetzt kann ich dir meine Sorgen, meine Ängste, meine Erfolge mitteilen, ohne dass du aufstehst und etwas Wichtiges erledigen musst. So viele Jahre habe ich darauf gewartet, dass du mich wahrnimmst. Jetzt ist es endlich soweit. Ich rede und rede, schütte die letzten Jahre über dir aus und merke, wie ich mich leichter und leichter fühle. Ich genieße diesen Augenblick und rede mir alles von der Seele bis meine Stimme heiser wird.
Aber ich muss mich leider von dir trennen. Du fängst an, seltsam zu riechen und bald werden sich sicher die Nachbarn über deinen Gestank beschweren. Es ist ja auch schon ein paar Tage her, dass ich dir das Küchenmesser in dein kaltes Herz rammte.
Wirklich schade, denn du siehst so friedlich aus …
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